Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Willkommen auf den Seiten des GAIA@ARI-Projektes!

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Gaia ist eine große Astrometrie-Mission der europäischen Weltraumagentur (European Space Agency) ESA. Der Start erfolgte am 19. Dezember 2013. Die Testphase (Commissioning-Phase) endete offiziell am 18. Juli 2014. Nach einer 28-tägigen Kalibrationsphase wird Gaia den regulären Meßbetrieb aufnehmen.

Gaia wird die Positionen, Parallaxen (Entfernungen), Eigenbewegungen, Leuchtkräfte und Farben von mehr als einer Milliarde Sternen mit unerreichter Genauigkeit messen; ergänzt werden die Messungen durch Radialgeschwindigkeiten und Spektren von mehr als 100 Millionen Sternen.

Die Hauptaufgabe von Gaia ist  die Erforschung der Struktur, Bildung und Entwicklung unserer Milchstraße.

Am 14. September 2016 erschien der erste Gaia-Katalog (Gaia DR1) mit

  • Positionen (α, δ) und G-Helligkeiten für alle Quellen mit akzeptablen formalen Standardfehlern der Positionen (insgesamt 1.142.679.769 Einträge).
  • Astrometrische Lösungen mit fünf Parametern - Positionen, Parallaxen und Eigenbewegungen - für 2.057.050 Sterne, die gemeinsam im Tycho-2-Katalog und Gaia enthalten sind.
  • Zu Beginn der Routinephase wurde für einen Zeitraum von 4 Wochen ein spezieller Scanmodus durchgeführt, der die ekliptikalen Pole bei jeder Umdrehung wiederholt abdeckt. Photometrische Daten ausgewählter RR-Lyrae (2595) und Cepheid (599) variabler Sternesind in Gaia DR1 enthalten.
  • Positionen (α, δ) und G-Helligkeiten für 2152 ICRF-Quasare.


Ein sehr großer Schritt wurde am 25. April 2018 gemacht: Die zweite Gaia-Datenveröffentlichung (Gaia DR2), die erste, die keinen zusätzlichen Katalog wie den Tycho-2-Katalog verwendete, ist erschienen:

  • Astrometrische Lösungen mit fünf Parametern - Positionen am Himmel (α, δ), Parallaxen und Eigenbewegungen - für mehr als 1,3 Milliarden (109) Quellen.
  • Radialgeschwindigkeiten für mehr als 7,2 Millionen Sterne.
  • Positionen (Zwei-Parameter-Lösung2) für mehr als 361 Millionen Quellen.
  • G-Helligkeiten für mehr als 1,69 Milliarden Quellen.
  • GBP- und GRP-Größen für mehr als 1,38 Milliarden Quellen.
  • Epochen-Astrometrie für 14.099 bekannte Asteroiden.
  • Effektivtemperaturen für mehr als 161 Millionen Quellen.
  • Klassifizierungen für mehr als 550.000 variable Sterne.

Die wissenschaftliche Datenauswertung wird von einem europäischen Konsortium, dem Data Processing and Analysis Consortium (DPAC, externer Link), vorbereitet.

Beide Gaia-Sternkataloge (Gaia DR1 und Gaia DR2) können am ARI unter http://gaia.ari.uni-heidelberg.de abgerufen werden.

Bearbeiter: Webmaster
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